Projekt „Lebendiges Museum“ pasted-graphic-8 pasted-graphic-9
Schuljahr 2010/11

Dokumentation des Projektes „Lebendiges Museum“
„Kultur und Schule“
Schuljahr 2010/11
Jahrgangsstufe11, Sophie-Scholl-Gesamtschule Remscheid


Ute Lennartz-Lembeck

Der Jahrgang wurde in vier Gruppen eingeteilt.
Das hatte den Vorteil, dass ich besser auf die einzelnen Schüler/Innen eingehen konnte, der Arbeitsprozess intensiver gestaltet werden konnte, was Rückwirkungen auf die Qualität der entstandenen Bilder/Filme/Fotografien deutlich werden lässt.
Zudem versprach ich mir durch die intensive Beschäftigung auch einen je persönlichen Bezug zur Kunst, eine Nachhaltigkeit.
Die intuitive Herangehensweise war immer die gleiche: Schaffung eines persönlichen Bezugs durch möglichst freie Wahl der Betrachtung und Umsetzung. Kriterium war, dass die Umsetzung einer öffentlichen Präsentation sowohl persönlich als auch Ergebnisorientiert standhalten kann.



Gruppe 1
Städtische Galerie Remscheid
Thema der Ausstellung: 64. Bergische Kunstausstellung

Wir sind an zwei aufeinander folgenden Wochen jeweils für eine Stunde in die städtische Galerie gefahren.
Die Ausstellung lehnte an den Bergischen Kunstpreis an, eine Kooperation mit verschiedenen Museen in der Gegend.

Die Schüler hatten zunächst keinerlei Vorgabe, auch um sich frei mit dem Museum 'bekannt' zu machen.
Sie sollten durch die Ausstellung gehen, ganz persönlich, und sich dann für bestimmte Arbeiten interessieren, die sie selbst für interessant befanden.

Ich habe lediglich vorgegeben, dass ich mir wünsche, wenn sie nach Hause gehen, zu überlegen, welches Bild ihnen besonders gefallen hat und warum.
Der nächste Termin war dann schon konkreter: das persönliche Bild wurde ausgesucht und versucht, dies zu begründen.
Ich habe versucht jeglichen Druck zu verhindern, wollte ganz freie Entscheidungen.

Es stand es den Schülern frei, wie sie ihre Eindrücke umsetzen. Jeder Schüler erhielt während der Woche eine Email ihrer selbst vor dem ausgesuchten Bild und eine knappe Information über den Künstler.

Die Umsetzungen waren jeweils verschieden: Malerei, Assemblage, Zeichnung, Fotos in Photoshop bearbeiten, ein kleiner Film, eine Collage. Jeder so, wie er konnte, oder unterstützt werden wollte.

Das einzige Kriterium, das ich anlegte war, dass es hinterher ein Bild werden sollte, dass sie sich in ihr Zimmer hängen würden, die Arbeit also ernst nehmen sollten und eine Schlussbemerkung verfassen sollten.
Die Qualität der Arbeiten wechselt, nicht jeder kann von Haus aus direkt gut malen, zeichnen etc.
Mir geht es vielmehr darum, bei den Schülern eine Sensilbilität für Kunst/für ihr Umfeld, zu entwickeln.
Es kommt mir hauptsächlich darauf an, dass mit den Schülern etwas passiert: dass sie sich mit dem Kunstwerk, das sie ausgesucht haben, identifizieren können und von da aus eine eigenständige Arbeit, die sie für sich als wichtig empfinden, herstellen.

Jan

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SIMONE LUCAS*1973
träumerisch, losgelöst von Zeit und Raum – Anmutung
Wünsche, Ängste, schwärmerische Hoffnungen
Aufwachen inmitten einer chaotischen Welt, die keinen Platz für Illusionen lässt
Postulat der Vergewisserung, Beleuchtung der eigenen Rolle als Künstlerin
Stereotype Kämpfergeste
Gestattet Betrachtung des Bildes, verweigert den Blick durch Maske
„Alter ego“ – vereint ganzer Bandbreite soziologischer und religiöser Vorstellungen
flacher Malduktus – Verschmelzen Boden, Wand, Leinwand
Maske: innere Zustände und individuelle Wahrheiten eine äußere Gestalt verleihen
Interpretation:
Als wir mit der Gruppe durch die Remscheider Galerie gegangen sind,ist mir besonders ein Bild von Simone Lucas aufgefallen. Das Gemälde war zielich groß und so aufgehängt, dass es den Eindruck erwekte, der Boden würde in diesem Bild weiter gehen. Es wurden überwiegend grüne und blaue Farbtöne verwendet.
Das Gemälde zeigte einen der frühen Heißluftballons. Auf einer grünen Wiese vor einem kleinen Ort wird dieser Ballon gerstartet.
Der fgesamte Ballon sieht aus wie einriesiges Auge, das neugierig und verwirrt die Menschen um sich herum beobachtet.
Das Bild faszinierte mich und ich beschloss ein Bild, basierend auf dem Prinzip Augen in verschiedene Objekte zu integrieren, zu malen.
Bis ich schließlich anfing zu malen, änderte ich meine Idee häufig und sogar beim Malen schlug das Bild verschiedene Richtungen ein. Mein Ziel war es, den Ballons durch ihre Augen eine interpretierbare Persönlichkeit zu erschaffen. Sowohl das Mädchen, das melancholisch dem Sonnenuntergang entgegengeht, als auch die Ballons, die über dem Geschehnis schweben, verschmelzen mit dem Farbschema des Hintergrundes.
Ich habe bereits die verschiedensten Interpretationen meines Bildes gehört. Teilweise haben verschiedene Leute auch ganz unterschiedliche Dinge darin gesehen. Ich beschloss also die Details in dem Bild nicht eindeutiger hervorzuhaben und dem Bild damit eine klar definierte Bedeutung zuzuschreiben.

Tobias

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NSCHOTSCHI HASLINGER
*1982
Landschaften in Traumwelten
Papierarbeiten – scheinen Bewegung und Stillstand – ambivalent
nicht direkt bedrohlich, rufen etwas Unbehagen hervor
Melancholisch...
gesellschaftliche Entwicklung seit 60er Jahre: Konstruktion eigener Orientierungen, kein verbindliches moralisches, traditionelles Konzept
Individuum wird nicht mehr an seiner Gefügigkeit gemessen, sondern an seiner Initiative
Last des Möglichen gepaart mit Angst vor Verlust des Selbst
Interpretation:
„In diesem Filmausschnitt werde ich euch einen kleinen Teil meiner Schule vorführen, dies wird durch meine selbst gespielte Musik (River flows in you und Mad World) unterstützt. Ich habe mich für diese Art von Präsentation entschieden, weil man meiner Meinung nach am besten Gefühle mit Musik darstellen kann. Ich hoffe, euch gefällt mein Video“.


Jessica

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HYE-MI KIM

*1968
aus der Serie „Ordnung schaffen“, 2008-10
Zeichen, Sender, dunkle Orte, Gesten, Stilles, Abfall, Zufälliges, Erotisches, Banales – aus der täglichen Lebenswelt – vor Augen geführt
Unpathetische Motive erreíchen poetische Verweiskraft
Experimentelle Zueinanderstellung – neue Ordnung – „Ordnung schaffen“
Insgesamt mehr als 200 Fotos – immer neu zusammengestellt
Interpretation:
Als ich in der Kunstgalerie war, habe ich mich für ein Bild entschieden, weil es mir sofort ins Auge gefallen ist und gefallen hat. Als ich mir Gedanken über mein Bild machte, blätterte ich Zeitschriften durch und entschied mich für das, was mir sofort gefallen hat. Da auf meinem Bild in der Kunstgalerie öfters rote Kreuze zu sehen waren, entschied ich mich ,zwei Bilder derselben Frau zu zeichnen. Außerdem finde ich diese Frau sehr interessant.


Stephanie

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Kirchen-Collage

HYE-MI KIM

*1968
aus der Serie „Ordnung schaffen“, 2008-10
Zeichen, Sender, dunkle Orte, Gesten, Stilles, Abfall, Zufälliges, Erotisches, Banales – aus der täglichen Lebenswelt – vor Augen geführt
Unpathetische Motive erreíchen poetische Verweiskraft
Experimentelle Zueinanderstellung – neue Ordnung – „Ordnung schaffen“
Insgesamt mehr als 200 Fotos – immer neu zusammengestellt
Interpretation:
Bei unserem Besuch in der Kunst Galerie habe ich ein Bild gesehen das eine Straße zeigt. Außerdem sieht man ein rot leuchtendes Kreuz.
Durch dieses Kreuz bin ich auf die Idee gekommen etwas mit Kirchen zu machen. Also habe ich mir Bilder von verschieden Kirchen und aus verschiedenen Perspektiven rausgesucht und daraus eine Collage erstellt.
Das Foto in der Mitte zeigt die Kirche in der ich konfirmiert und getauft wurde. Mit dieser Kirche verbinde ich viele Erinnerungen, deshalb habe ich sie zum Zentrum des Bildes gemacht.


Nina

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NINA AHLERS
(* 1958, Studium Grafik-Design staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Studium freie Malerei Kunstakademie Düsseldorf...)
Ei: urchristliches Sinnbild des Lebens – Farbergé, schnelle Küche
Hintergründige, unsentimentale Philosophie des Alltags
Aufforderung zur Besinnung
Dynamik des Herstellungsprozesses, auch Glas, früher Polyester, Zellan
Zwischen Kunst und Nachdenken – Herstellungsprozess + Betrachter
Interpretation:
Als ich in der Kunstgalerie das Werk “Kramwolke” sah, war ich völlig fasziniert. Ich sah in dem Bild den Charakter der Künstlerin in all den Dingen, die sich dort vereinten. Sofort viel mir eine sehr Charakterstarke Person in meinem Leben ein - mein Freund. Ich dachte darüber nach, was ich für ein ähnliches Werk über ihn anfertigen könnte und welche Gegenstände und Farben sich dafür eignen würden. Nachdem ich schon einiges besorgt hatte und auch meine Leinwand schon bemalt war, änderte sich meine Meinung sowie Idee. Also fing ich so gut wie von neu an. Das Bild veranschaulicht nun seine größte Leidenschaft - die Musik. Er ist DJ und deswegen finden sich dort Schallplatten, CDs und Kopfhörer wieder. Das Kabel der Kopfhörer schlingt sich durch das ganze Kunstwerk, genau wie die Musik durch sein Leben. Orange ist seine Lieblingsfarbe und ist (in diesem Werk) zentral und auffällig, wie seine Liebe zu Musik.

Kai

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HYE-MI KIM

*1968
aus der Serie „Ordnung schaffen“, 2008-10
Zeichen, Sender, dunkle Orte, Gesten, Stilles, Abfall, Zufälliges, Erotisches, Banales – aus der täglichen Lebenswelt – vor Augen geführt
Unpathetische Motive erreíchen poetische Verweiskraft
Experimentelle Zueinanderstellung – neue Ordnung – „Ordnung schaffen“
Insgesamt mehr als 200 Fotos – immer neu zusammengestellt
Interpretation
Meine Bildidee habe ich von dem Foto *Ordnung schaffen* von dem Künstler Hye-Mi Kim, welcher im Jahre 1968 geboren ist. Sein Foto ist aus der Serie von 2008-2010.
Sein Foto hat er aus mehr als 200 Fotos zusammen gestellt.
Aufgrund dessen habe ich mein Bild bearbeitet. Es zeigt im Vordergrund eine Straße die nacht hinten immer kleiner wird. Auf beiden Seiten der Staße sind jeweils drei Bilder zusehen. Von vorne nach hinten betrachtet werden die Gebäude immer *minderwertiger*.
Die Bilder, welche sechs verschiedene Gebäube zeigen, sollen die unterschiedlichen Sozialschichten in unserer Gesellschaft zeigen.
Die erste Bildreihe zeigt zwei wohlhabene Häuser, die zweite Reihe zwei normale Reihenhäuser. Und die dritte zwei heruntergekommene Häuser.
Ich habe dieses Bild gezeichnet um auf unsere gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen.
Und besonders um die große Lücke zwischen arm und reich deutlich zu machen.

Jeremias

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HYE-MI KIM

*1968
aus der Serie „Ordnung schaffen“, 2008-10
Zeichen, Sender, dunkle Orte, Gesten, Stilles, Abfall, Zufälliges, Erotisches, Banales – aus der täglichen Lebenswelt – vor Augen geführt
Unpathetische Motive erreíchen poetische Verweiskraft
Experimentelle Zueinanderstellung – neue Ordnung – „Ordnung schaffen“
Insgesamt mehr als 200 Fotos – immer neu zusammengestellt


Interpretation:

Pferdevernarrte blöde Gans aus Silicon(e) Valley
Systematik:
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Silikone (Siliconi)
Familie: Silikon-Zentauren (Centauri Siliconis)
Wissenschaftlicher Name
Centauri Anserinae Sapiens Siliconis (Feminina)
Fundort:
Silicon(e) Valley

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Der ursprüngliche Name lautet Silicon Valley („Silizium-Tal“). Gemeint ist das berühmte Industriegebiet im südlichen Teil der Metropolregion um die „San Francisco Bay Area“. Weil Jounalisten dieses Gebiet früher fälschlicherweise als Silicone Valley („Silikon-Tal“) bezeichneten, zeugt der Fund der „Centauri Anserniae Sapiens Siliconis“ von einem großen Maß an Ironie.
Beschreibung:
Die „Centauri Anserniae Sapiens Siliconis“ sind die logische Folge des, sich immer stärker ausbreitenden, Schönheitswahns.
Die ersten Funde dieser Wesen, der Ordnung der Silicone, sind im berühmten Silicon Valley gemacht worden.
Wissenschaftler vermuten, dass diese Mutation durch eine Überdosierung des „Wundermittels“ Silikon hervorgerufen wurde.
Nun breitet sich diese neue Art von Tieren, die ein Produkt des 21. Jahrhunderts zu sein scheinen, scheinbar zügellos aus.
Das Institut für Artenforschung meldet täglich neue Funde der Siliconis.
Merkmale des vorliegenden Tiers sind:
betonähnliche unnatürliche Brüste
ein watschelnder Gang
eine stark ausgeprägte Mundpartie
auffällig kurze, dafür aber dünne Beine
eine besondere Zuneigung zu Pferden

Wie seine Artgenossen gehört auch dieses Tier zu den Silivoren (den Silikonfressern).
Diese Art der Ernährungsweise hat sich nach langer Entwicklung neben den Herbivoren (den Pflanzenfressern) und den Karnivoren (den Fleischfressern) herausgebildet.
Ein ausgewachsenes Tier der Siliconis konsumiert täglich bis zu 500g Silikon.

Andere Siliconis sind zum Beispiel:

Panthera Tigris Sapiens Siliconis oder Felidae Sapiens Soliconis


Gruppe 2

(städtische Galerie Remscheid)


Alice Musiol
*1971 in Katowice
lebt in Köln
kam mit 10 Jahren nach Westdeutschland

Themen: Heimat, Umgang mit dem Fremden, Unterwegssein
Welt: trügerische Konstruktion, illusionistische Stabilität

Erster Eindruck: Ruhe und Wärme
Zweiter Blick: zerbrechliche Materialien
(z.B. vermeintlich flauschiger Hochflorteppich aus zerbrechlichen Salzstangen, Bett aus Knäckebrot)

„Das Leben selbst gibt sozusagen mein Arbeitskonzept vor“ – verwandelt das Alltägliche in beunruhigend Aufwühlendes

Ver- und Entwurzelung
Ankommen und Aufbrechen
Installiertes und Provisorisches
(sie selbst: 23mal innerhalb von 17 Städten und 7 Ländern umgezogen)

Materialwahl: leicht, flexibel, überall erhältlich (Papier, Stoff, Garn, Brot, Styropor)

Flexibilität: auf neue Lebensumstände einlassen, Ballast auf Elementares reduzieren

- Imagination unbekannter Orte, um im fremden Anderen anzukommen
- Unterwegssein kommt der Beschäftigung mit der eigenen Person gleich

Rhizom (Deleuze/Guattari): wild wucherndes Wurzelgeflecht in dem alle Einzelteile ohne Hierarchie verbunden sind und ein vielwuzelig verflochtenes System bildet, ein Modell, das gängige Vereinfachungen vermeiden soll. In einem Rhizom gibt es nichts als Linien.

„Das Thema, mit dem ich mich beschäftige, ist ein soziales oder ein gesellschaftliches und ich bin nur ein Teil davon. Selbstbespiegelung interessiert mich nicht, weil das immer irgendwann ad absurdum führt“ (Richard Spieler im Gespräch mit Alice Musiol)



Celine

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(When tears don’t cry, Vorderseite, 2010)
Interpretation:
Ich habe das Bild gewählt, da diese Unbeschwertheit und Freiheit in diesem Bild mir sehr gut gefallen hat.
Jeder kann sich sein eigenes Motiv vorstellen und seine ganz individuelle Ideen einbringen. Das Bild was ich gemalt habe, zeigt ebenfalls diese Freiheit und Unbeschwertheit.

Yvonne

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(ohne Titel, 2007)I
Interpretation:
Das Gemälde „Mein Traum“ habe ich gemalt, weil mich eine Darstellung eines Dorfes, in dem alle Häuser gleich groß sind und aneinander gequetscht stehen, inspiriert hat.
Da die Darstellung auf mich wirkte als wäre ich gefangen, einsam und doch von allen umringt.
In meinem Gemälde geht es darum, seinen Traum endlich zu verwirklichen. Aus seiner Umgebung, die einen gefangen hält, einer tristen, langweiligen, grauen, zerstörten Stadt zu fliehen.
Dan in seine Traumstadt zu kommen, seinen Traumjob auszuüben und sein Leben aufwerten. Man lässt einfach alles hinter sich, denn was hat man zu verlieren?
Auf mich bezogen heißt das alles, dass ich mein Leben hier, in meiner Heimatstadt, hinter mir lassen möchte und meinen Traum in einer Modemetropole dieser Welt, einer bunten, fröhlichen Stadt, verwirklichen möchte

Melanie

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(Tuschezeichnung)

Ist leider einem Wasserschaden zum Opfer gefallen

Interpetation:
ich habe mir das Bild mir ausgesucht, weil ich diese Situation auf dem Bild mit meiner Familie vergleichen kann und deshalb habe ich auch ein bild aus meiner Familie genommen. Ich möchte damit ausdrücken, wie eng die Bindung zwischen den beiden Personen ist ...

Melina

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(When tears don’t cry, Vorderseite, 2010)


Interprettion:
Melina entschied sich für eine Stoff-Fadenarbeit der Künstlerin und wandelte das für ihre Arbeit so um, dass sie gemalt und montiert hat.
Das Theama war die Musik, die sich genau wie bei der Stoffarbeit , ausbreitet.
Beim Original ist auch die Rückseite, d.h. die sich verkreuzenden Fäden, interessant.
Bei Melinas Arbeit setzt sich das über die aufmontierten Kopfhörer fort.


Sebastian

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(Happy Birthday, 2010)
Interpretation:
Wenn man sich das Kunstwerk anschaut, das ich mir in der Kunstgalerie als Vorlage für mein Projekt genommen habe, fällt einem auf, dass es sich sehr von meinem Projekt unterscheidet. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass beide Kreationen aus mehreren zusammen gelegten Teilen bestehen.
Die Idee zu dieser Umsetzung kam mir, als ich zusammen mit meiner Freundin Celina Fotos machte und ich mir dachte: „Oh, aus den Bildern könnte man ja eine Collage machen.“ So entschloss ich mich, die besten Bilder von uns auszuwählen, auszudrucken und anschließend in Form eines Herzens auf einer großen Pappe anzuordnen. Meine Betreuerin Ute Lennartz-Lembeck riet mir aber, die Bilder nicht auszudrucken, sondern am Computer mit Hilfe eines Programms in Herzform zu bringen und anschließend auszudrucken. Ich wollte diesem Rat nachgehen, was jedoch in der Schule aufgrund der Schnelligkeit der Computer nicht klappte.
Daraufhin entschloss ich mich mit meinem Laptop zu arbeiten, lud mir ein Bearbeitungsprogramm für Bilder herunter, fügte die Bilder ein und hatte den Salat. Die Bilder ließen sich nicht mehr anordnen, verkleinern und meine ganze Mühe war wieder umsonst. Ich sah wie mir die Zeit davon lief und kam zu dem Schluss, das Projekt so wie am Anfang geplant, durchzuführen. Also druckte ich die Bilder aus, sortierte sie auf einem Plakat vernünftig an und ließ meinen Bastelkünsten freien Lauf, so, dass ein Herz entstand. Nun musste ich es nur noch ausschneiden und was daraus entstanden ist, ist jetzt zu sehen.

Tim

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(Happy Birthday, 2010)
Interpretation:
Meine Bildidee wurde durch die Künstlerin inspiriert. Ihr Kunstwerk zeigte mir ein Mosaik aus Knäckebrot, welches die Vergänglichkeit darstellt. Ich möchte ausdrücken, dass, wenn etwas Stabiles zerbricht, oft etwas Neues entsteht.

Gruppe 3

Historisches Zentrum Remscheid

Die dritte Gruppe besuchte (aufgrund von Umbauarbeiten in der städt. Galerie) das Historische Zentrum in Remscheid, die permanente Ausstellung von Gerd Arnz.
Wir bekamen von Herrn Horz, ein Spezialist für Gerd Arnz, eine persönliche Führung und konnten so auch Hintergründe über seine Kunst in Erfahrung bringen.
Gerd Arnz wurde 1900 in Remscheid geboren und ist 1988 in Den Haag gestorben. Er war ein gesellschaftskritischer Künstler und Graphiker, gilt als Erfinder/Wegbereiter des Piktogramms (Bildsymbole), einer leicht verständlichen Bildersprache .

(Bilderquelle:
http://www.betweenbridges.net/Arntz.html)

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Robert

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Interpretation:
Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu Schweigen unmöglich ist. – Victor Hugo

Leonie

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Interpretation:
Piktogramm: Musik
Auf meinem Bild ist ein weißes Piktogramm, bei dem es sich um ein Männchen mit Gitarre handelt, auf einem schwarzen Untergrund dargestellt. Es thematisiert die Musik. Ich möchte damit die große Bedeutung der Musik, aber auch ihre Einfachheit ausdrücken. Dabei habe ich mir den Vergleich mit einem Piktogramm zu Nutzen gemacht. Piktogramme sind leicht verständlich und bedürfen keiner Sprache. Sie stellen die verschiedensten Dinge dar, schildern Toiletten aus, warnen vor Gefahren, etc. Man nimmt sie weltweit als selbstverständlich wahr. Ich denke, so ist es auch mit Musik. Durch Musik kann vieles übermittelt werden, ganz gleich, ob an Menschen, die die Sprache des Gesangs verstehen oder nicht. Auch Musik ohne Gesang drückt oft viel mehr aus, als uns bewusst ist. Sie kann unsere Stimmung und unsere Gedanken beeinflussen. Sie ist ein ebenso internationales Kommunikationsmittel wie ein Piktogramm. Die Farben schwarz und weiß sollen hier die Einfachheit unterstützen. Zwar wird Musik meist als bunt und lebhaft bezeichnet, was ich auch nicht kritisieren möchte, doch meine Farbwahl gründet auf der einfachen Übermittlung und dem Verständnis in Musik enthaltener Nachrichten, die oft nur unterbewusst oder ohne besondere Beachtung von uns wahrgenommen wird.

Lukas

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Interpretation:
Wie im Bild „Oben und Unten“ von Gerd Arntz stelle ich in meinem Bild den Kontrast von Unter- und Oberschicht dar.
Zum einen ist ein einfacher Straßenarbeiter zu erkennen, der weit über 40 Arbeitsstunden in der Woche zu absolvieren hat und dabei gerade mal ein Monatsgehalt von 1200 verdient. Dem gegenüber steht ein Versicherungskaufmann, dessen Monatsgehalt bei gerade mal 18 Wochenstunden 6800 € beträgt.
Doch dies ist nur ein ziemlich harmloses Beispiel. Was sich außerhalb Deutschlands beispielsweise in Bangladesh oder China abspielt, ist nicht mit dem vergleichbar und verletzt einige Menschenrechte. Tagtäglichwerden die Arbeitnehmer ausgebeutet, manche geschlagen, missbraucht oder bedroht. Auch Kinder sind davon betroffen. Doch oft bleibt ihnen keine andere Möglichkeit um sich und ihre Familie ernähren zu können. Wenn sie Glück haben, reicht der Verdienst noch für medizinische Maßnahmen, um ein Versäumnis der Arbeit zu vermeiden.

Max

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Interpretation:
Ich möchte durch die Klarheit meines Bildes, bzw. die Klarheit der Ausführung den Spaß an der Musik ausdrücken.



Gruppe 4


Da im Verlaufe des Projekts dreimal die aktuelle Ausstellung in der städtischen Galerie wechselte, sind die Schüler gebeten worden, die Galerie selbstständig zu besuchen, nur zweien war dies möglich.
Deshalb haben wir spontan die Aufgabenstellung gewechselt, die Frage war, welche Bilder ihnen spontan einfallen, was sie damit verbinden, was ihnen wichtig ist.
Wir haben Gespräche geführt, die Herangehensweise diskutiert um letztlich einen Weg der persönlichen Auseinandersetzung heraus zu bilden.
Für manche war es die Musik, die sie umgesetzt haben:

Lukas

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Interpretation:
Ich habe mein Bild ausgewählt, da mich die Situation eines Deja-Vus sehr bewegt und ich bei jedem Deja-Vu Gänsehaut bekomme. Ich empfinde dies als etwas sehr Mystisches. Als Hauptprojekt habe ich einen Prager Friedhof gewählt, der mir schon mal in Gedanken erschienen ist. Mein Vorhaben ist es, diesen Friedhof zentral in das Bild zu setzen, indem ich das Aussehen der Umgebung (durch Verschleierung o.ä.) so verändere, dass die Bedeutung des Friedhofs deutlich wird. Hierzu habe ich das Bild mehrmals verändert um viele ‚mögliche’ Friedhöfe zu erschaffen.

Julian

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Interpretation:
Ich würde gerne ein Bild zu dem Text von "unicorns demised" von acoustic elements zeichnen. Das ist die ehemalige Band von Sebastian Piwowar, der auch schon bei ihnen im Kunst-Projekt war.
Ich möchte ein Bild zu diesem Lied zeichnen, weil ich die in Metaphern versteckten Botschaften zum Klimawandel und zum Schadstoffausstoß sehr gut und ansprechend finde, die dadurch verdeutlicht werden, dass die Einhörner sterben, weil wir zu viele Fabriken haben und wir dadurch die Wälder und Landschaften zerstören und den Lebewesen ihren Lebensraum nehmen. Außerdem habe ich einen besonderen Bezug zu dem Lied, weil es unter anderem von meinem besten Freund gespielt und verfasst wurde.


Marc

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Interpretation:
Ich habe das Bild ausgewählt, da es Pfadfinder zeigt, die am Lagerfeuer sitzen und Stockbrot machen.
Das Bild zeigt außerdem, dass es bei den Pfadfindern ein Gemeinschaftsgefühl gibt und ich finde, dass das Bild es gut widerspiegelt.
Ich stelle das Bild so dar, dass es sich auf das Wesentliche bezieht.


Robin

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Interpretation:
Manchmal kann das Leben farblos, blass und fad sein man ist gefangen im Alltag, in der Normalität und manchmal sucht man einfach einen Ausweg ohne gleich in einen teuren Urlaub zu fahren. Es gibt eine Möglichkeit die einem Welten der Fantasy, der Komedy und weit mehr öffnen kann,man kann lesen. Bücher geraten immer mehr ins Abseits, doch für mich sind sie eine Art Notausgang, der aus der manchmal tristen Welt führt, man kriegt die Chance, durch ein gutes Buch, dieser zumindest für kurze Zeit zu entfliehen. So finde ich Bücher kann man mit einem Notausgang vergleichen, ein Notausgang der jedem offen steht zu jeder Zeit in der er benötigt wird. (und so bin ich zu meiner Idee zur Umsetzung einer mir wichtigen Sache gekommen.)

Jan Lukas

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Interpretation:
Ich habe das Bild ausgewählt, da man durch den Linolschnitt den Kontrast klar erkennen kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich damit das Leid, welches durch das Atomkraftwerk Fukushima in Japan entstanden ist, ausdrücken kann.
Daher soll das Bild einen Vorher-Nachher-Effekt zeigen.

Luca

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Interpretation:
Ich habe mich für einen Linoldruck über die Kunst von Louis Vuitton
entschieden, da das Monogramm Louis Vuittons eine Ausschlag gebende Wirkung mir gegenüber ausstrahlt. Die Blumen in Kombination mit dem Markenzeichen ist für mich eine harmonierende Zusammenstellung aus Kunst und Geschichte. Mein Linoldruck zeigt eher das Gegenteil Louis Vuittons, abstrakt und nicht perfekt. Im linken Teil sieht man eine Frau die einen großen Hut trägt, auf der rechten Seite die Monogrammkopie. Es ist schwarz weiß gedruckt, da ich finde, dass es klassisch aussieht und am besten den Künstler widerspiegelt.



Ausstellung/Präsentation in der städt. Musik- und Kunstschule

16.Juni 2011

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Presse:
http://www.waterboelles.de/arc hives/10145-Einblicke-in-die-V ielfalt-kultureller-Jugendbild ung.html
Bergische Morgenpost, Remscheider
Generalanzeiger