Die kleine Eule

08.06.2009
in Kooperation mit der städtischen Kunstschule

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Geschrieben von Chronist um 00:02 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

Mehr Werbung in eigener Sache könnte nicht schaden

Von Heinz Majewski Nach dem mitreißenden „Blockflötenfestival“ im Juni vergangenen Jahres veranstaltete die Musik- und Kunstschule Remscheid erneut ein öffentliches Vorspiel in der Aula des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, bei dem wiederum Blockflöten als Ensemble- und Solo-Instrumente im Vordergrund standen – gemeinsam mit Klavier, Schlagzeug, Cello und Kontrabass. Unter der Leitung von Cornelia Allenstein, die auch die Einstudierung der Musikstücke vorbereitet hatte, spielten Instrumentalisten der Musik- und Kunstschule, der Daniel-Schürmann-Schule und der GGS Goldenberg zu der Erzählung „Die kleine Eule“ Instrumentalsätze mit so unterschiedlichen Titeln wie „Mieze und Bello“ von S. Watts, „Hommage à Dimitri“ von Cesar Bresgen oder „Camel Train“ von J. Carry. Passend zu den gelesenen Texten flatterten Eulen mit Menschengesichtern als projizierte Fotomontagen über die Bühnenleinwand. Leider nicht adäquat war die Präsentation der Texte, die der (erwachsene) Vorleser weitgehend ausdruckslos und ohne persönliche Ausstrahlung „herunterlas“. Für einige der beteiligten Grundschülerinnen und –schüler war diese Aufführung nicht nur ihr erster Instrumentalauftritt, sondern auch der erste Besuch einer Konzertveranstaltung überhaupt, so dass die Initiative von Cornelia Allenstein aus allgemeinpädagogischer und musikerzieherischer Sicht nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Erfreulicherweise sind für die nächsten Jahre weitere öffentliche Vorspiele dieser Art geplant. Gerade weil die Schülerinnen und Schüler – als Ensemble-Musiker oder Solisten – zu ihrer eigenen und zur Freude des Publikums engagiert und konzentriert musizierten, ist es unverständlich, dass die Musik- und Kunstschule offenbar nur ungenügende und vor allem verspätete Eigenwerbung für die konzeptionell so gut vorbereitete Veranstaltung betrieben hat, was sich in der knappen Besucherzahl niederschlug. Die Musik- und Kunstschule besitzt (im Gegensatz etwa zur Bergischen Musikschule Wuppertal) keinen eigenen Internet-Auftritt, sondern nur eine bescheideneAllgemeininformation auf der Website der Stadt Remscheid mit Verlinkung zu einem kleinen Veranstaltungskalender der (noch am 6. Juni!) nur die Monate April und Mai 2009 umfasste. Darf es der Leitung einer so wichtigen Kultureinrichtung wie der MUK, die vor dem Hintergrund städtischer Einsparungsmaßnahmen mehr denn je um Finanzmittel, ja um ihren Erhalt kämpfen muss, gleichgültig sein, wie sie sich darstellt und von außen wahrgenommen wird? In dieser Hinsicht könnte ein Blick über den Zaun nach Wuppertal gewiss nützlich sein.

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