WELTBAUSTELLE
(Weltbaustellen NRW – Eine Welt Netz)
Ein Projekt der Kunstschule Heimat im Auftrag des Caritasverband-Remscheid e.V.
Dorota Feicht Ute Lennartz-Lembeck

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1. Einleitung

„Die Gesellschaft ist heute vielfältiger denn je. Vielfalt bedeutet mehr Individualität und Freiheit. Gleichzeitig braucht Vielfalt mehr Austausch, Flexibilität und faires Aushandeln gemeinsamer Regeln. Bei Migrantinnen und Migranten sind fast immer Probleme im Blick. Der Umgang mit ethnischer, kultureller und religiöser Vielfalt fällt vielen noch schwer. Die Mehrheit der Erfolgreichen mit Migrationshintergrund wird kaum wertgeschätzt oder gar nicht wahrgenommen. So werden Chancen vertan, Zugehörigkeit verhindert, gemeinsames Wir-Gefühl erschwert. – Wechseln wir die Blickrichtung! Vielfalt akzeptieren, mit ihr umgehen, ihre Potenziale nutzen. Das motiviert uns als Caritas.
Die Kampagne vielfalt. viel wert. wirbt für ein positives Verständnis von Vielfalt in der Gesellschaft und will den Umgang mit Vielfalt erlernen helfen. Sie steht für Aktionen, Wettbewerbe, Fachtagungen und vieles mehr das hilft zu erkennen: vielfalt ist viel wert.“

Seit dem 1. Januar sind die Ziele für eine weltweit nachhaltige Entwicklung beschlossen von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen.

Die Kunstschule Heimat beteiligt sich, im Auftrag des Caritasverband-Remscheid e.V., mit der ‚WELT-Skulptur’ im Rahmen der landesweiten Weltbaustellen-Kampagne , des „Eine Welt Netzes NRW“ zu der 16 beteiligte Städte über ihre Beiträge (u.a. urbane Kunst mit nachhaltigen Entwicklungszielen verbinden) zur Agenda 2010, über ihre Beiträge informieren:

  • (bitte beachten sie das Programm als Unterpunkt)


2. Projekt

Das offene Projekt fand in den Sommerferien 2016 statt und richtete sich an interessierte Kinder und Jugendliche, in Kooperation mit dem Caritasverband Remscheid.
Wir haben teilweise in den Einrichtungen vor Ort gearbeitet, d.h. haben das Material mitgenommen, oder in den Räumen der Kunstschule Heimat.

Teilnehmer (besonderes Merkmal: alters und herkunfts-gemischt mit dem Ziel, durch gemeinsames Arbeiten an einer ‚Gesamt-Skulptur’ mit gesellschaftspolitischem Hintergrund, neue Verbindungen und Identifikation zu schaffen):

OGS Heinrich Neumann: Louis, Matthias, Joshua, Kyell, Lukas
Unbegleitete Flüchtlinge: Maohmad, Abdelra, Hmah, Gulhan, Al Hassa, Alexandra Krause
OGS Honsberg: Chiara, Linda, Dlenan, Rinan, Dijiu, Medine, Abdul, Rezan, Secire, Ahmed, Abed
Dorota Feicht, Ute Lennartz-Lembeck
3. September, Kooperation mit Kraftstation RS-United Festival


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3. methodische Umsetzung

Erklären des Gesamtzusammenhangs, des Materials und des Ziels, Teil einer WELT-Skulptur zu werden, die im Rathaus ausgestellt wird.
Die Kunstschule Heimat arbeitet prozessorientiert und leitet u.a. zur kreativen sozialen Teilhabe an.
Unsere Räume bieten Platz und Möglichkeiten zum Arbeiten mit vielen unterschiedlichen Materialien und Medien, wir arbeiten spartenübergreifend.
Wir bieten ein wöchentliches offenes Angebot und Projekte, auch überregional, für alle Altersgruppen an.

Unsere kulturpädagogische Arbeit, möchte die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen, richtet sich nach den definierten Standards kulturpädagogischer Arbeit. Wir sind ausgebildete und erfahrene Kunst- und Kulturpädagogen mit langjähriger Erfahrung, Desinger, Grafik-Designer.

Mit den Kindern und Jugendlichen trafen wir uns jeweils zu einem oder mehreren Terminen, die Latten wurden vorbereitet und angemalt. Im Verlauf entstanden interessante Gespräche, untereinander und miteinander. Die Teilnehmer konzentrierten sich reflektiert auf das, was sie taten und warum, empfanden sich als Teil einer Gemeinschaft. Durch das Zusammenfügen zur Gesamtskulptur und die öffentliche Ausstellung mit Namensnennung und gemeinsamem Pressetermin wird eine zusätzliche Verbindung geschaffen, jeder ist Teil des Ganzen, zudem wird die Skulptur weiter wachsen können, ist durch die besondere Bauweise darauf ausgelegt.

Die Kinder und Jugendlichen werden sich, beim Pressetermin kennenlernen können und dürfen stolz auf das Ergebnis sein, verorten sich öffentlich – in diesem Fall sogar im Rathaus.

Über das Projekt hinaus entstanden weitere Treffen, bei denen mit verschiedenen Materialen gearbeitet wurden.

Grundmaterial
sind zum überwiegenden ausgedienten Bankbohlen, die bereits von Kindern und Jugendlichen bearbeitet wurden und nun als solche ausgedient hatten, eine nachhaltige Material-Wahl, mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Nur die Steckverbindungen bestehen aus Rundhölzern und Holzdübeln, diese wurden extra von uns angefertigt. Wir haben bewusst auf jede ‚feste’ Verbindung verzichtet, die Skulptur ist in sich beweglich, veränderbar, mobil und so zusammengefügt, wie alles entstanden ist. Die einzelnen Buchstaben stabilisieren sich im Gesamtzusammenhang und sind mehrschichtig, dreidimensional – auch im übertragenen Sinne deutbar...

Wir haben die Latten nur angeschliffen, die ‚Geschichte’ liegt also noch darunter.
Nach Wünschen der Kinder und Jugendlichen wurden sie entweder in vollständiger Länge bearbeitet oder gekürzt.
Wir haben keinerlei Vorgaben gemacht, standen lediglich helfend zur Seite, die Kinder und Jugendlichen konnten, ihren Vorstellungen und Wünschen entsprechend die Spuren hinterlassen, zu denen sie sich entschieden haben.

Außerdem finden sich ‚naturfarbene’ Stücke, die ursprünglich zu einem Hochbett gehörten, danach an einem Baumhaus verarbeitet waren und nun an der Skulptur wieder zu finden sind.

Bis auf die Steckverbindungen wurde ausschließlich recyceltes Material verwendet.





Farbwahl:
Wir verwenden nur die drei Primärfarben, aus denen sich sämtliche Farben mischen lassen , ein bisschen Schwarz und weiß.
Die Mischung der Farben ist Symbol dafür, dass unendliche Zwischentöne und Mischarten entstehen können und zum gemeinsamen Gesamtbild beitragen.

Befestigung
Die Skulptur bildet das Wort: WELT.
Grundsätzlich ist durch die Bohrung der Latten (jeweils drei) und das Stecksystem jede andere Form denkbar.

Ausblick:
Die Skulptur ist auf Wachstum angelegt, kann beliebig erweitert werden und zur Teilnahme einladen.

Zunächst einmal wird die Skulptur am 25.8. im Remscheider Rathaus aufgestellt und alle beteiligten Kinder und Jugendlichen dazu eingeladen. Sie sind Teil des Ganzen (der Welt) , ohne sie ist diese Vielfalt nicht möglich und sie haben ihre Spuren hinterlassen, die nun öffentlich präsentiert werden.

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Am 3. September sind wir Gast beim Festival RS United Festival und werden dort weiter dazu einladen.


4. Sustainable Development Goal im Überblick:

 
                                  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wieder beleben.


                                  https://www.eine-welt-netz-nrw.de/seiten/index.php?id=2709
                                  https://www.facebook.com/vielfaltvielwert/?pnref=story
                                  http://vielfalt-remscheid.de/save-the-dates-da-ist-vielfalt-drin/
                                  http://caritas.erzbistum-koeln.de/dicv-koeln/hilfe_beratung/migration_vielfalt/vielfalt_viel_wert/
                                  http://www.ins-blaue.net