Ein Tipi für Sauti Kuu
Ein Bericht

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Am 18.12.2015 moderierte Dr. Auma Obama die Frau-TV Spezialsendung „Die Welt ein bisschen besser machen“.
https://presse.wdr.de/plounge/tv/wdr_fernsehen/2014/11/20141127_auma_obama.html;jsessionid=CD322C7DF1CA858C738C68DF68028231.presse2

Anlässlich der Dreharbeiten lernte ich Auma Obama kennen und es entstand der Gedanke, ein Tipi für die Sauti Kuu Foundation von Dr. Obama in Kenia, anzufertigen und so eine weitere Verbindung zu schaffen.
http://sautikuufoundation.org

Ende Dezember war es soweit, ich flog mit meiner Tochter nach Kenia, wir durften in Alego zu Gast sein und sammelten unvergessliche Eindrücke.

Die
Sauti Kuu Stiftung ist bestrebt, weltweit benachteiligten Kindern und Jugendlichen Perspektiven für en selbstständiges Leben zu geben.
Sauti Kuu ist Kiswahili und bedeutet ‚Starke Stimmen’.
Benachteiligten Kindern und Jugendlichen in ländlichen Gebieten und in den städtischen slums, soll dabei geholfen werden, die Stärke der eigenen Stimme und die Kraft des eigenen Potenzials zu erkennen und mit den Möglichkeiten, die sie vor Ort haben, etwas aus ihrem Leben zu machen.
Es wird versucht, Wege zu finden und Strukturen zu schaffen, die die jungen Leute und ihre Familien psychisch, sozial und finanziell zur Eigenständigkeit zu führen und damit auch positiv zur Entwicklung der Gemeinden beizutragen.
Wichtig ist, den jungen Menschen zu vermitteln, dass sie nicht Opfer des sozialen Systems oder ihrer Umwelt sein müssen, sondern trotz schwieriger Herausforderungen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und mitzubestimmen, was daraus wird. Es reicht nicht, dass man sich ein besseres Leben wünscht, es geht vielmehr darum, sich selbst zuzugestehen, dass man ein Recht hat, dieses bessere Leben führen zu dürfen, und dieses Recht in Anspruch zu nehmen.

Die Stiftung will Menschen im ländlichen Kenia Chancen auf eine bessere Zukunft eröffnen. Aktuell baut die Stiftung das Sport- und Ressourcecenter in Alego. Dort sollen wichtige Fähigkeiten, neues Wissen und soziale Kompetenzen erworben werden.
Ein Ansatz, der Landflucht eine Alternative entgegenzusetzen, ein Aufzeigen anderer Möglichkeiten einer beruflichen Existenz in ihrer Heimatregion.

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Die Arbeit von Saui Kuu widmet sich in umfangreichen Programmen drei Themenbereichen:
    (frei Zitiert nach derSauti Kuu hompage)

    Unser Besuch (13. bis 20.12.2015):

    Durch unsere Busfahrt von Nairobi nach Alego sahen wir viel von diesem schönen Land. Wir durften bis zur Weihnachtsfeier in Sauti Kuu leben und übernachten, lernten viel über nachhaltige Agrikultur, nahmen an den Aktivitäten der Jugendlichen teil, staunten über die liebevolle, ganzheitliche, motivierte und sehr qualifizierte Arbeitsweise.
    Das gesamte Team ist großartig.


    Sauti Kuu Garten 1 Sauti Kuu garten 2 Sauti kuu garten 3
    Bei der Essenbereitung durften wir helfen, was mit Sicherheit nachhaltige Eindrücke hinterlassen hat. Wunderbar!

    Workshop

    Am 16. Und 17. Dezember haben wir einen workshop angeboten.
    Die Frage, ‚was ist dir wichtig’, wurde zunächst durch die Mitarbeiter auf der Banda übersetzt, vorbereitet und reflektiert.
    Auch in Hinblick auf das Tipi und dessen Bedeutung, wurden wichtige Begriffe zu Kommunikation und Werten erläutert und gemeinsam erarbeitet.

    Anschließend standen Stifte, Farben, Nadeln, viel bunte Wolle und wir zur Verfügung, es wurde in Kleingruppen aufgeteilt und jede Gruppe verständigte sich auf das, was ihr wichtig ist.
    Es war beeindruckend, 11 verschiedene Banner entstanden, die präsentiert, positioniert und anschließend zu einem gemeinsamen Wandbild montiert wurden.

    Auffallend für mich (ich sammle schon seit vielen Jahren Aussprüche, Banner auf verschiedene Weise und weltweit), dass es immer dieselben Werte sind, die überall auf der Welt die gleiche Bedeutung und Wichtigkeit haben!

    Die jungen Menschen arbeiteten zusammen, probierten alle Materialien aus und zeichneten, malten, stickten, häkelten, obwohl sie manches vorher sicher noch nicht gemacht haben.
    Das entstandene Wandbild gab Auskunft über das große Potenzial dieser Gemeinschaft und der positiven Atmosphäre.
    Wir waren sehr berührt.

    Im Anschluss daran gab es eine Refektionsrunde, es wurde das theoretisch besprochen, was praktisch entstanden war und ganz zu Beginn besprochen wurde.
    So entstand ein reflektierter Rahmen, der nochmals schriftlich fixiert wurde.
    Am nächsten Tag fertigten alle Jugendlichen Teile eines Sauti Kuu-Banners an, dass zur Weihnachtseier am 20.12. aufgehangen wurde.
    Insgesamt entstand aus 10 Einzelstücken ein Banner,das wiederum in der großen Runde präsentiert und besprochen wurde.
    (mehr unter ‚Projekte mit Jugendlichen‘)
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    Im Anschluss an den workshop bauten wir gemeinsam das Gestänge für das Tipi auf.
    Auch daran nahmen alle Jugendlichen Teil, es wurde erklärt, um was für eine Konstruktion es sich handelt, dass es sich um eine sehr alte und traditionelle Zeltbauweise handelt, wofür ein Zelt steht (Schutz, Gastfreundschaft und Mobilität), alle Jugendlichen halfen. Jedes Wissen wird geteilt und weitergegeben, die Jugendlichen stabilisierten und probierten aus.

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    Die folgenden Tage warteten wir auf die Tipihaut und nahmen am Programm in Sauti Kuu teil: Sport, Tanz, besuchten den Markt, lernten viel über das Leben dort und bestaunten die Umgebung, es war wunderbar!

    Die Weihnachtsfeier
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    Zur Weihnachtsfeier wurden die Jugendlichen und Eltern, wichtige Persönlichkeiten aus der Umgebung und Nairobi eingeladen, die Jugendlichen führten ihre Tänze und Sprachvorführungen auf, es gab Reden und gutes Essen, das bereits schon seit dem Vortag vorbereitet wurde. Die Frauen brachten ihre Ziegen mit, Zeichen dafür, das der eigene Garten Erfolg hat, Dinge, die sie in Sauti Kuu lernen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten und die Familien ernähren zu können.
    Alles war geschmückt, jeder machte mit, war stolz, die Stimmung großartig!

    Aufgrund von Zollschwierigkeiten ließ die Lieferung der Tipihaut auf sich warten, kam dann aber doch noch an und im Anschluss an die Feier bauten wir gemeinsam auf.
    Es wird an diesem wunderbaren Ort nun stehen bleiben, wird als Kommunikationsraum und Ort der Besinnung genutzt, einen besseren Ort kann es nicht geben!
    Vielen Dank für alles!

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